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Die Geschichte des Schützenhaus Jessen

1827
Übernahm Herr Johann Christian Teutschbein den Bau eines neuen Schützenhauses auf Veranlassung der Schützengesellschaft


1828
Eigentümer  - Schützenhausgesellschaft zu Jessen
Errichtung und Fertigstellung des neuen Schützenhauses

1832
Johann Christian Teutschbein (bis dahin der Besitzer der Mühle Mühlberg bei Grabo)
Vertrag vom 15.02.1831.
Die Schützengesellschaft überlässt 1832 das Schützenhaus nebst dabei stehenden drei Linden und zwei Kastanienbäumen ebenfalls von der hiesigen Kommun erkauft und von der Elsterbrücke all hier, zwischen der Annaburger=und Zwieskoer Straße, in gleichen Colms und Kuhrmanns Acker gelegenen und bis an die Schießmauer sich erstreckenden Fleck Landes.
Festlegung u.a.: für Schützengesellschaft muss in dem untern Stock eine hinlänglich geräumliche Schützenstube und eine ebenfalls geräumige Badestube in dem oberen eine Offizierstube und ein großer Tanzsaal zur Verfügung stehen… außerhalb eine Schießhalle mit erforderlichem Zubehör befindlich sein
Kaufsumme: 375 Thaler(preuß.) 200 Thl versichertes Schieß- und Schützenhaus

1837
In der Nacht vom 2. Zum3. April 1837 brannte beim Schießhaus= Besitzer  Teutschbein das Wohnhaus mit Stall, ein weiterer Stall ganz ab. Die überbaute Kegelbahn brannte zur Hälfte ab. Über die Entstehung des Brandes ist nichts bekannt. Die Eheleute Teutschbein waren am diesem Tage verreist. Aktenlage in Merseburg Regierungsbestand: Teutschbein wegen Brandstiftung und Betrug angeklagt

1840
Verkauf mit allen Inventario und Zubehörungen in gleichen mit 2 gläsernen Kronen –Leuchten, 4 Wandspiegel mit Armen und 4 Lichthaltern für 2305 Thaler an den Schenkgutsbesitzer Johann Christian Gluch aus Meuro bei Schmiedeberg.

1847
Verkauf für4475 Thaler (preuß.)
Inventar: 20Dutzend irdene Bierflaschen, 2 Dutzend gläserne Weinflaschen, 2 Dutzend Biergläser, 1 dergleichen Töpfe, 2 Dutzend Branntweingläser, 2 Dutzend Weingläser , 8 Stück Branntwein, 0 Quantflaschen, die Bänke, welche zum Tanzsaal gehören außerdem eine dergleichen in der unteren Stube,1 Kronenleuchter, 4 Zylinderlampen, alle mit Gardinen wie sie jetzt sich vorfinden in alle Stuben und dem Saale, 6 Stück Tische, 2 Dutzend Stühle“ …
an denn Oeconom Johann Gottlieb Klick aus Schlagsdorf bei Guben.

1848
durch Tausch des zu Pressel gelegenen Gutes am 20.05.1848 am den Gutsbesitzer Gottfried Engelmann mit
6 Tischen und zwei Tafeln, den vorhanden Stühlen, zwei Spiegeln in der Unterstube, den daselbst befindlichen Bänken, sämtlichen Bierflaschen, einen Kronenleuchter nebst vier Zylinderlampen, zwölf gläsernen Quantflaschen und den vorhanden Gläsern, sämtlich vorhandenen Biergläsern, drei paar Kaffee=und Milchkannen, …, ein Dutzend Porzellan= Tellern, ein Dutzend Kaffelöffeln und ein Dutzend zinnernen Esslöffeln, einem zinnernen Vorlegelöffel, einer kupfernen verzinnten Bratpfanne, den Gardinen im Saal und allen Stuben, drei Laternen und einer Wanduhr nebst Gehäuse, einem Schock Ölkuchen, einem Fässchen mit darin befindlichem Öl, einem Schränkschrank mit Gitter, fünfhundert Mauersteinen, dem vorhandenen Futter und Heu, Stroh und Rüben, dem sämtlichen Vorrat an Branntwein, Bier und Wein, ... einem halben Dutzend Handtüchern und sämtlichen Kartoffeln... auf 5000 Thaler verhandelt“

1849
„im Wege der Subhastation (Zwangsversteigerung) an den Gastwirt Johann Gottlob Schmorte zu Dommnitz“
„2200 Thaler (preuß.)“

1850
auf gleichem Wege „an den Mühlenbesitzer zu Löben Friedrich Christian Hering aus Oschatz“

1853
„an Herrn Gottlob Zickler für 300 Thaler“

1865
August Zickler (1886 verst.)

1880 (11.November)
Das hiesige Schieß- und Gasthaus mit den dazugehörigen Ländereien ist von dem zeitherigen Besitzer Herrn Heinrich Zickler (1892 verst.) an einen Herrn aus Treuenbrietzen für 33000 M verkauft worden.
Einbau einer Wasserspültoilette im Schützenhaus auf Veranlassung des Fürsten Woldemar zur Lippe

1881 – 1885
Fürst Woldemar zur Lippe (auf Schloss Detmold) bezieht anlässlich der Abhaltung der Jagd alljährlich in den Wintermonaten für ca. 10 Tage Wohnung im Schützenhaus

1882 (05. Juli)
als Schießhausbesitzer wird ein Herr Kauert erwähnt

1884
Gastwirt Friedrich August Kauert (zeigt Sterbefall Reinhold Hermann Kauert an)

1890 (07. August)
Herr Baldow hat vor einigen Wochen das Schützenhaus verkauft, es ist jetzt wieder in dessen Besitz

1890 (09.August)
Mühleninspector Krause – Jessen hat die Wirtschaft von Herrn Baldow pachtweise übernommen

1892
Erstes Tanzvergnügen der hiesigen Schützengilde im neuen Schützenhaussaal. (Himmelfahrtstag, 26.Mai)
Einweihung des neuerbauten Saales am 3.Pfingsfeiertag.

1897
ist seit 15.Oktober durch Kauf in den Besitz des Herrn Carl Mörtz aus Halle übergegangen

1899
Schützenhauswirt Carl Mörtz, Mitglied der Schützengilde

1901 (17.Januar)
Schützenhauswirt ist Herr Mörtz

1905 (Januar – Dezember)
Wilhelm Griese

1908 (Januar)
Witwe O. Griese

1908 (Juli)
Hoffmann, Karl

1911 (Juli)
Schützenhausbesitzer Karl Hoffmann, Mitglied der Schützengilde

1911 (Juli – August)
R. Utecht, Schützenhauspächter, Mitglied der Schützengilde
(2.Wiederholung des gemütlichen Beisammenseins mit italienischer Nacht, 10.August)

1913 (Februar)
Carl Hoffmann
Schützenhauswirt ist bis August des Jahres Herr Carl Hoffmann, dann Familie Ernst Kitzig und Ehefrau Ottilie

1914
"Krieg ist seit 02.August 1914 - Geschäft seit Mobilmachung sehr flau“

1919 (04.Mai)
erste Kinovorstellung
ab März 1920 wöchentlich ein bis zwei Kinovorstellungen
Errichtung eines Lichtspieltheaters im Schützenhaus
Der Schützenhausbesitzer installierte die erste stationäre Filmvorführapparatur in Jessen
„Schützenhaus-Lichtspiele“

1920 (25.Oktober)
„an Waldmann, Berlin für 2Karbidlampen 275 M“
Bedienung: Frau Mittag und Frau Mieseler

1921
„06.Januar an Überlandwerk= Falkenberg für elektrische Arbeiten bezahlt 1594,20 M“
„06.Februar an Bergmann für Tapezieren der Billarstube 706 M bezahlt“
„19.August an Schmied Richter 36,25 M für Reparaturen"

1922
30.April kein Kino wegen Saalarbeiten
08.Mai an Zeisig 400 M für 10 Birnen zum Saal
11.Mai an Henze 62 M für 1 Konsolbrett zum Spiegel im Saal
27.August an Kuhrmann 10000 M für Um decken des Saaldaches
Bedienung: Frau Mittag und Frau Huhn

1923
Verpachtung der Schützenwiesen „28./29.Juli Arbeiter-Sport-Werbetage“ - Bedienung: Frau Mittag und Frau Huhn

1924
„24.Juni an Eichelbaum für Reparatur 1 Gartenpumpe 4 M“ - 01.Juli an Winzer, Wittenberg, für Reparatur 2er Nanometer 10 M - 24.Dezember an Podlich für Malerarbeiten 70 M
 Bedienung: Frau Mittag, Frau Thiele, Frau Hesse und Frau Huhn

1925
„26.August an Landratsamt für Waffenschein 2 M“

1926
06.Juli für Post und Rundfunk Juli – September 6 M“ (erstmals Rundfunk) - n11.August an Nicolaus für Reparatur der Pappdächer 283,20 M
13.August an Henze für 10 Gartentischtafeln 50 M - 26.Oktober an Weiße für Aussetzen der Öfen 13,50 M
29.Oktober a Nicolaus für 1 Schornsteinhaube - 02. November an Nicolaus für Reparatur an Dachkehle“
Bedienung: Frau Mittag und Frau Schöne

1927
02.Juni für Reparatur von Stühlen an Max Hering jun. 4,50 M - 04.Juni an Hasse für Tischreparaturen 71 M - 30.Juni an Nicolaus für Reparatur der Bierhähne 8,80 M
18.August an Fromm für 2 Fahnen pp. 21,50 M - 26.August an Krüger, Battin, für Hofpflastern 242,60 M - 05.Oktober an Krüger, Battin, für Hofpflastern 113,20 M
2 Klaviere, 1 gutes“

1928
„27.Januar an Zeisig für 1 Ofen, Rohre pp. 86,95 M
20.Juli an Bergmann für Malerei in der Schießhalle 107,90 M“

1929
„31.Mai an Bergmann für Malerarbeiten 300 M
06.Juni an Fromm für Vorhänge 61,55“
1930 (19. – 22. Dezember) „Tonfilmapparat eingebaut, war sehr schwierig“
15.Juli 1929 – 31.Juli 1947 Ernst Kitzig und Ehefrau Hildegard (anfangs durch Pachtvertrag)
Angestellte: orutta, Agnes (01.August 1945 – 28.Februar 1946) Pfrang, Marta (01.März 1946 – 30.April 1946) Raap, Elfriede (01.Juni 1946 – 15.Juli 1946)
01.August 1947 – 1976 - Hans Kitzig (geb. 04.Februar 1904, verst. 04.November 1986), Ehefrau Ilse
Angestellte: Frau Luise Drößler (01.Juli 1947 – 01.Dezember 1947)
ab 01.Juli 1959 Konzessionsvertrag mit dem HO

1970
Kommissionsgaststätte der HO mit 4 ständig beschäftigten Arbeitskräften und nach Bedarf bis zu 10 Aushilfskräften

1972
Der „Erlenhof“ wird HO-Gaststätte (verpachtet an die HO) - Gaststättenleiter: Frau Waltraud Menzel (bis 1986 zwischendurch kurze Zeit Herr Pfeiffer)

1975 (20. – 27.Oktober)
Reparaturarbeiten

1976 (Februar – März)
fünfwöchiger Umbau – es entstand ein großer ansprechender Gastraum

1983/ 1984
LR-Umfrage: „Gastlichkeit gefragt“
„Eine häufig lobend genannte Gaststätte ist zum Beispiel der Erlenhof in Jessen. Ich kann dem nur beistimmen, denn das Speiseangebot in dieser Gaststätte ist sehr abwechslungs- und ideenreich. Höflichkeit und Freundlichkeit scheinen Ehrensache für das Bedienungspersonal dieser Gaststätte zu sein. ’Erlenhof’ verlockt zum Aufenthalt.  Die Erlenhof-Küche ist Spitze.“

1984
Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ erfolgreich verteidigt.
Angestellte: Gaststättenleiterin Waltraud Menzel, Köchinnen Erna Fabisch und Erna Koßurok, Küchenhilfe Walpurga Ochsendorf, Kellner Gisela Huhn, Harald Lissek und Regina Kirbach, außerdem Herbert Menzel und Bettina Gotthardt

1986 (30.August)
Schließung des Erlenhofes für umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahmen

1988 (04.August)
nach 2jähriger Renovierung Eröffnung der HOG auf Beschluss des Rates der Stadt unter ihrem früheren Namen „Schützenhaus“
Gaststättenleiter: Rüdiger Döbelt
Leiter des Küchenkollektives: Klaus-Dieter Bludau - Rüdiger Döbelt

seit 24.Januar 1991
Gewerbeerlaubnis mit Schank-, Speisewirtschaft und Beherbergung

05.08.1992
Einweihung des Hotelneubaus am Schützenhaus mit 6 Einzelzimmer und 3 Doppelzimmer - Errichtet von der Guß –und Maschinbau GmbH und Fa. Bauunternehmen Lehmann

03.01.1994
Beginn der Umgestaltung der Küche, Einbau eines modernen neuen Tresen,neue Bestuhlung , Das Vereinszimmer am Gastraum anschließend wurde neu gestaltet ,Fußboden mit Fließen.

Umbau der Hausmeisterwohnung zu Hotelzimmern und Einbau von Sanitärzellen in den Zimmern

11.02.1994
Einweihung des neuen Küche sowie Gasträume nach umfangreichen Rekonstruktionsmaßnahmen


28.09.1994
In Verbindung mit der Kreisvolkshochschule werden Tanzkurse von der Tanzschule Fexer angeboten.


25.01.1995
Im Saal Konkursversteigerung Guß –und Maschinenbau Jessen GmbH


26.03.1995

Modenschau zu gunsten der Aktion Sorgenkind

Juni 1995

Vertäfelung vom Flur zur Gaststätte

16.11.1995

Gründungstag des 1. Schützenhaus Strammtisches

Februar 1996

Beginn der Umbauarbeiten ,Vertäfelung am Saaltresen und Einbau einer abgehängten Decke

24.07.1997

Wurde das Schützenhaus der 3. Stern durch die DEHOGA verliehen

24.10.1998

Das „Schützenhaus „ wird 170 Jahre vom Grundstein bis Feuerwerk im vollbesetzten Saal mit geladenen Gästen ein unterhaltsamer Abend durch die Geschichte des Hauses

12.01.1999
Schützenhaus ist jetzt auch Sängerlokal des Männerchores 1859.e.V


31.12.1999

Durchführung der großen Jahrtausendsilvesterparty mit 600 Gästen in der Gymnasiumturnhalle September 2000 Umbau und Vergrößerung des großen Vereinszimmers des Chores

03.02.2001
Die Platzmeister von Grabo laden erstmals zum Fastnachtstanz in den Saal im Schützenhaus ein


24.03.2001

11. Landesschützentag im Schützenhaus zu Jessen

12.08.2002
Frühschoppen zum Heimatfest im Dauerregen –tage später Evakuierung der Gaststätte zur Jahrhunderflut  - keine  Schäden zu verzeichnen


29.04. – 02.05.2004

10.Fährtenhundeweltmeisterschaft mit 17 Nationen Schützenhaus  Organisationsqartier des Durchführungsstabes Anschaffiung Fahnenmasten
Beginn der Beflaggung am Schützenhaus

2005

Beginn des Einbau von neuen Fenstern
Abriss der alten Flaschenpropangasanlagen Innenhof –Kaisergarten
Fassadenneugestaltung am Sommergarten

2006

Beginn der Erneuerungen der Hotelzimmereinrichtungen
11.November 2006 Einzug des Spielmannszuges im großen Vereinszimmer als neues Vereinsdomizil

2007

Anschaffung neuer Bestuhlung im Saal - Einbau Fußbodenfließen im großen Vereinszimmer

2008

Einbau eines neuen  Kamins im Restaurant
Kührung der Wirtstochter Frances Döbelt als 16. Jessener Weinprinzessin

2010
Neue Farbestaltung des Saales  ,Gardinenprojekt und Saalvorhang neu

2013

Auszug des Spielmannszuges aus dem Vereinraum in Ihr eigenes Vereinsdomizil Wittenberger –Str.
185 Jahre Schützenhaus
Rüdiger Döbelt  25 Jahre Dienstjubiläum als Wirt

Beginn Saalneugestaltung und Außenfassade



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